Ford-Kuga-Rückruf: Brandgefahr bei der Hochvoltbatterie

Das Wichtigste zuerst

Ford ruft den Kuga Plug-in-Hybrid wegen eines Defekts der Hochvoltbatterie zurück, der zu Kurzschlüssen und Fahrzeugbränden führen kann. Bis zur Maßnahme gilt: nicht laden, nur Benzinbetrieb. Genau daraus entstehen für Käufer Nachteile — und rechtliche Ansprüche, die geprüft werden sollten.

Rückruf im Überblick

Die Fakten zum Ford-Kuga-Rückruf

Grundlage sind die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA-Referenznummer 14793R, Herstellercode 24S79) und die Herstellerangaben.

196.000

betroffene Fahrzeuge weltweit (ca.)

56.000

betroffene Fahrzeuge in Deutschland (ca.)

2019–2023

Baujahre des Kuga Plug-in-Hybrid

Ladeverbot

bis zum Software-Update — nur Benzinbetrieb

Was passiert ist

Kurzschlussgefahr in der Hochvoltbatterie

  • Ursache: Ein auf Produktionsfehler zurückgehender Defekt in der Hochvoltbatterie kann zu Kurzschlüssen und potenziellen Fahrzeugbränden führen.
  • Rückruf: vom 19. März 2025, veröffentlicht in der KBA-Rückrufdatenbank (14793R).
  • Maßnahme: Software-Update durch Ford — kostenlos.
  • Bis dahin: Batterie nicht laden, Fahrzeug ausschließlich im Benzinbetrieb nutzen.

Stand: 31. Juli 2026 · Quellen: KBA-Rückrufdatenbank, Herstellerangaben. Diese Seite wird bei neuen Erkenntnissen aktualisiert.

Ihre Rechte

Diese Ansprüche kommen beim Kuga-Rückruf in Betracht

Die kostenlose Rückrufmaßnahme und Ihre Gewährleistungsrechte gegenüber dem Verkäufer sind zwei verschiedene Dinge — gerade wenn das Fahrzeug über Wochen nur eingeschränkt nutzbar war.

  • Nacherfüllung: Der Mangel muss dauerhaft beseitigt werden — bleibt es bei bloßer Software trotz fortbestehender Probleme, kann das unzureichend sein.
  • Minderung oder Rücktritt: möglich, wenn der Mangel erheblich ist und die Nacherfüllung scheitert oder unzumutbar lange dauert.
  • Schadensersatz: Benzin-Mehrkosten während des Ladeverbots, Nutzungsausfall und weitere Folgekosten konkret erfassen.
  • Beweislastumkehr: Beim Verbrauchsgüterkauf wird binnen eines Jahres nach Übergabe vermutet, dass der Mangel schon bei Übergabe vorlag.
  • Leasing: Mängelrechte sind häufig abgetreten — Leasinggeber informieren und Rechteverteilung klären.
FAQ

Häufige Fragen zum Ford-Kuga-Rückruf

Die wichtigsten Antworten zu betroffenen Fahrzeugen, Ladeverbot, Mehrkosten und Rücktritt.

Welche Fahrzeuge betrifft der Ford-Kuga-Rückruf?
Betroffen ist der Ford Kuga Plug-in-Hybrid der Baujahre 2019 bis 2023 — weltweit rund 196.000 Fahrzeuge, davon rund 56.000 in Deutschland (KBA-Referenznummer 14793R, Herstellercode 24S79).
Darf ich meinen Kuga Plug-in-Hybrid noch laden?
Ford hat betroffene Halter angewiesen, die Hochvoltbatterie bis zur Durchführung der Maßnahme nicht zu laden und das Fahrzeug nur im Benzinbetrieb zu nutzen. Halten Sie sich an diese Vorgabe und dokumentieren Sie die Einschränkung.
Was kostet mich die Rückrufmaßnahme?
Das Software-Update führt Ford kostenlos durch. Mehrkosten durch das Ladeverbot — insbesondere höhere Kraftstoffkosten, weil der Hybrid nur als Benziner fährt — werden dagegen nicht automatisch ersetzt.
Kann ich die Benzin-Mehrkosten ersetzt verlangen?
Das kommt in Betracht: Wer einen Plug-in-Hybrid gekauft hat, ihn aber wegen des Ladeverbots nur als Benziner nutzen kann, erleidet einen messbaren Nachteil. Dokumentieren Sie Zeitraum und Mehrverbrauch und lassen Sie Ansprüche gegen den Verkäufer prüfen.
Kann ich vom Kauf zurücktreten?
Nicht automatisch. In der Regel muss der Verkäufer zunächst Gelegenheit zur Nacherfüllung erhalten. Beseitigt das Software-Update den Mangel nicht dauerhaft oder bleiben Einschränkungen bestehen, kommen Minderung oder Rücktritt in Betracht.
Was gilt für geleaste Fahrzeuge?
Bei Leasingfahrzeugen sind die Mängelrechte häufig an den Leasingnehmer abgetreten. Informieren Sie den Leasinggeber und lassen Sie prüfen, wer Ansprüche geltend machen kann.

Ihr Ford Kuga ist vom Rückruf betroffen?

Schildern Sie uns Fahrzeug, Kaufvertrag und die Einschränkungen durch das Ladeverbot. Wir prüfen kurzfristig, welche Ansprüche Sie haben.